Allgemein-, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie

Herzlich Willkommen

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Abteilung und möchten Sie ausführlich über das medizinische Spektrum, die Behandlungsabläufe, die Sprechstundentermine und das ärztliche Team informieren.

Die Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Lars Brinkmann behandelt neben der klassischen Allgemeinchirurgie (u.a. Operation der Gallenblase, Blinddarmentfernung, etc.) ein breites Spektrum chirurgischer Krankheitsbilder. Besondere Schwerpunkte bilden hierbei die Versorgung von Bauchdeckenbrüchen (sogenannte Hernien, u.a.
die Leistenhernie, Narbenhernie, Zwerchfellhernie, etc.), die Tumorchirurgie (gut- und bösartige Tumore des Magen-Darm-Traktes), die endokrine Chirurgie (u.a. die Schilddrüsenchirurgie) und die Proktologie (Hämorrhoiden, Analfisteln etc.). Einen herausragenden Stellenwert nimmt die sogenannte Adipositas-Chirurgie (Metabolische Chirurgie) ein, die seit vielen Jahren an der Klinik durchgeführt wird.

Die Behandlung der Patientinnen und Patienten erfolgt in enger Kooperation mit den einzelnen Fachabteilungen der Klinik (z.B. der Gastroenterologie/Endoskopie, Onkologie, Geriatrie etc.) aber auch mit Ernährungsberatern, Psycho-Onkologen und Physiotherapeuten. Modernste Operationsverfahren kommen zum Einsatz (u.a. Laser-Anwendung, Minimal-Invasive Verfahren etc.). Die laparoskopische Chirurgie (sogenannte Schlüsselloch- Chirurgie) hat in unserem Krankenhaus eine besondere Bedeutung. So werden fast alle Eingriffe am Magen, Darm und der Gallenblase aber auch Brüche der Bauchwand und Tumorerkrankungen mit dieser für die Patienten wenig belastenden Technik durchgeführt.

Die Zentrale Notaufnahme steht 24 Stunden für Notfälle zur Verfügung.

Unsere Patientinnen und Patienten werden bei uns stets persönlich, individuell und ausführlich, u.a. in den täglichen Indikationssprechstunden für prästationäre Leistungen beraten, um so den besten Weg der Behandlung zu finden. Bitte zögern Sie nicht, sich bei Fragen oder Unklarheiten direkt mit uns in Verbindung zu setzen.

Bauchstation

Hausmann Brinkmann quer

An unserer Klinik haben sich die Spezialisten der Allgemeinchirurgie (Leitung Dr. Lars Brinkmann) und Gastroenterologie (Leitung Priv.-Doz. Dr. Johannes Hausmann) eng miteinander vernetzt. Beide Abteilungen arbeiten Hand in Hand und behandeln ihre Patienten gemeinsam auf der „Bauchstation“ Louise B.

Schwerpunkte und zertifizierte Zentren

Minimalinvasive OP-Techniken

  • Gallenblasenentfernung
  • Blinddarmentfernung
  • Leistenbruchversorgung
  • Dickdarmentfernung, gut- und bösartige Erkrankungen
  • Fundoplikation bei Refluxerkrankung

Leistenbruchversorgung

  • TAPP, minimalinvasiv mit Netzimplantation
  • Lichtenstein-OP, konventionell mit Netzimplantation
  • Shouldice-OP, konventionell ohne Netzimplantation

Narbenbruchversorgung

  • IPOM, konventionell und minimalinvasiv

Schilddrüsenchirurgie mit Neuromonitoring

Viszeralchirurgie

  • Kolon- und Rektumresektion, überwiegend minimalinvasiv
  • Magenresektion
  • Erweiterte Tumorchirurgie (Multiviszeralresektion)
  • Leberteilresektion

Koloproktologie

  • Hämorrhoiden – sämtliche Verfahren, incl. Laserverfahren
  • Analfissuren
  • Analfistelverschluss
  • Inkontinenz- und Prolapschirurgie
  • Transanale Tumorabtragung (TEM)
  • Beckenbodenrekonstruktion (STARR)

Operative Behandlung der krankhaften Adipositas

  • Magen-Bypass
  • Schlauchmagen
  • Mini-Bypass (Omega-Loop)

Herzschrittmacherimplantation

  • Ein- und Zwei-Kammersysteme
  • Defibrillatoren (AICD)

Weichteilchirurgie

  • Hautgeschwülste
  • Defektdeckungen chronischer Wunden
  • Zirkumzision
  • Hydrozele, Spermatozele

Stomakorrekturen

  • Parastomale Hernien-Versorgung, minimalinvasiv
  • Korrektur von narbigen Einziehungen

Besonderheiten:

  • Multimodale Therapieansätze bei Krebserkrankungen nach Leitlinien
  • der Fachgesellschaften
  • Tumorkonferenz wöchentlich
  • Organbezogene Sprechstunden
  • Kooperation mit Selbsthilfegruppen
  • Partner des Kontinenzzentrums Hanau

Adipositas-Chirurgie – auch bariatrische Chirurgie genannt – ist ein Teilgebiet der Chirurgie, welches sich mit Eingriffen befasst, die eine Reduktion des Körpergewichtes erleichtern sollen.

Das St. Vinzenz-Krankenhaus bietet seit vielen Jahren stark übergewichtigen Patienten die Möglichkeit sich über operative Maßnahmen zu informieren. Wir unterstützen unsere Patienten vom Erstkontakt bis zur Operation und bieten eine lebenslange Nachsorge.

Die Koloproktologie des St. Vinzenz-Krankenhaus bietet die Diagnostik und konservative sowie operative Behandlung von Dick- und Enddarmerkrankungen.

Dickdarm und Mastdarm:

  • Darmspiegelung zur Krebsvorsorge bei Dick und Mastdarmkrebs
  • Dickdarmteilentfernung bei Dick- und Mastdarmkrebs, wenn möglich laparoskopisch (minimalinvasiv)
  • konservative Therapie der Sigmadivertikulitis
  • Operation bei Sigmadivertikulitis (laparoskopisch)
  • Behandlung von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulzerosa, Morbus Crohn)

Enddarm:

  • Operation von Abszessen im Enddarmbereich
  • Operation von Fisteln im Enddarmbereich, u.a. mit Laser (FiLaC°)
  • Operation von Hämorrhoiden, alle Verfahren incl. Laser-Hämorrhoidoplastie
  • Operation von Steißbeinabszessen und Steißbeinfisteln, alle Verfahren, incl. Limberg-Plastik und Pit Picking in Verbindung mit Laser
  • konservative und operative Therapie von Analfissuren (schmerzhafter Einriß am After) u.a. unter Verwendung von Botox
  • Behandlung von Krebserkrankungen im Enddarmbereich
  • Inkontinenzbehandlung, u.a. mit der Biofeedback-Methode
  • Prolapschirurgie (STARR und Darmteilresektion)
  • Transanale Tumorabtragung (TEM = transanale endoskopisch Mikrochirurgie)

Dies geschieht in intensiver Zusammenarbeit mit Urologen, Gynäkologen und Gastroenterologen. Bei bösartigen Tumorerkrankungen findet regelmäßig eine interdisziplinäre Tumorkonferenz statt. Hier wird von verschiedensten Fachrichtungen die Behandlungsstrategie festgelegt.

Unsere koloproktologische Sprechstunde findet nach telefonischer Vereinbarung statt: montags 13:00 bis 15:00 Uhr – Oberarzt Dr. med. Markus Sütterlin.

Privatsprechstunde Chefarzt Dr. med. Lars Brinkmann – nach Vereinbarung

Mit ca. zehn Millionen Betroffenen in Deutschland gehört die gastroösophageale Refluxerkrankung (GERD) zu den Zivilisationserkrankungen unserer Zeit. Mindestens 20 Prozent der Deutschen leiden mindestens einmal pro Woche unter Sodbrennen, 5 % haben sogar tägliche Refluxbeschwerden.

Die Ursache für Refluxbeschwerden ist ein gesteigerter Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Dieser resultiert in der Regel durch eine gestörte Refluxbarriere am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen. Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Die Symptome und die Beschwerden der Erkrankung können neben dem Reflux (saures Aufstoßen) und Sodbrennen unspezifisch sein. So sind Schluckbeschwerden, vermehrte Schleimbildung, Entzündungen in der Speiseröhre nicht selten Folge einer GERD. Im schlimmsten Fall kann sogar Speiseröhrenkrebs entstehen. Häufig geht die Erkrankung mit einer stark eingeschränkten Lebensqualität einher.

Zur Klärung der Diagnose ist eine umfassende Diagnostik erforderlich. Neben der ausführlichen Anamnese (Krankheitsgeschichte) in der auch die Ernährungsgewohnheiten und andere Erkrankungen erfragt werden, gehört die Magenspiegelung (Gastroskopie) zum Standard. Durch einen speziellen Fragebogen (GerdQ) kann die Symptombelastung für den einzelnen Patienten eingeschätzt werden. Zur weiteren Differenzierung kann ggf. eine sogenannte pH-Metrie zur Säuremessung oder eine Manometrie zur Druckmessung in der Speiseröhre notwendig sein.

Die Refluxkrankheit wird in erster Linie medikamentös behandelt. Ca. 30% der Patienten sprechen jedoch nicht auf diese Therapieform an, sodass mitunter alternative oder sogar operative Verfahrensweisen in Frage kommen können. Hierfür wurde eine spezielle Reflux-Sprechstunde in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie eingerichtet. Gängige Operationsmethoden sind dabei die Versorgung der Zwerchfelllücke (Hiatoplastik) in Verbindung mit einer Manschette (Fundoplikatio). Weitere operative Möglichkeiten ist die Einengung des gastro-ösophagealen Übergangs durch einen Ring.

Am Reflux-Zentrum Hanau am St. Vinzenz-Krankenhaus steht die häufig komplexe Behandlung der GERD im Mittelpunkt der Diagnostik und Therapie.

Im Reflux-Zentrum Hanau sind unsere hochqualifizierten Internisten (Gastroenterologen, Pulmonologen und Kardiologen) sowie Viszeralchirurgen darum bemüht, neben der Diagnosestellung die richtige Therapiemaßnahme für Sie zu finden. Bei Bedarf steht auch eine professionelle Ernährungsberatung zur Verfügung.

Das Leistungsspektrum unseres Reflux-Zentrums umfasst:

  • Ösophagus Manometrie (HRM)
  • 24-Stunden-pH-Metrie und Impedanzmessung
  • Ösophagogastroduodenoskopie (‚Magenspieglung’)
  • Indikationsprechstunde

Reflux-Sprechstunde am St. Vinzenz-Krankenhaus in Hanau:

immer dienstags und donnerstags zwischen 13:00 und 15:00 Uhr nach telefonischer Vereinbarung

Unter Hernien (griechisch „hernόs = Knospe“) versteht man Gewebelücken, die im Bereich der gesamten Bauchdecke auftreten können (u.a. Leistenhernie, Nabelhernie, Narbenhernie, Oberbauchhernie etc.). Aber auch in der Bauchhöhle selber, z.B. am Zwerchfell, kann es zu solchen Lücken kommen (sog. Zwerchfellbruch). Hernien sind eines der häufigsten Krankheitsbilder weltweit. Alleine in Deutschland werden jährlich ca. 350.000 Hernien operiert.

In unserer Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie werden im Jahr ca. 400 Hernien (Leistenhernien, Nabelhernien, Narbenhernien, Zwerfellhernien etc.) operativ versorgt. Die Eingriffe erfolgen mit Hilfe der modernsten Operationsmethoden so schonend wie möglich. Häufig kommt dabei die sogenannte Schlüssellochtechnik (Minimal- invasive Chirurgie) zum Einsatz. Neben bewährter Naht- Techniken werden nicht selten moderne Kunststoffnetze verwendet.

Die Vorbereitung zur Operation erfolgt in der Regel ambulant. Auch können viele Eingriffe selber heutzutage ambulant durchgeführt werden. Selbst bei größeren Operationen beträgt der Krankenhausaufenthalt nur wenige Tage.

Unserer Klinik ist mit dem DHG-Siegel für qualitätsgesicherte Hernien-Chirurgie ausgezeichnet.

 

Jährlich erkranken ca. 500.000 Menschen in Deutschland neu an einer Krebserkrankung. Die Diagnose „Krebs“ ist dabei für viele Betroffene und ihre Angehörigen zunächst niederschmetternd. Doch nicht immer ist eine Krebserkrankung lebensbedrohlich.

Frühzeitig erkannt, lassen sich bestimmte bösartige Tumore sogar vollständig beseitigen. Durch moderne Therapiekonzepte und Medikamente haben sich die Behandlungsmöglichkeiten in den letzten Jahren deutlich verbessert. Nicht zuletzt hat die intensive Zusammenarbeit von Experten unterschiedlicher Fachbereiche dazu beigetragen, dass die Prognose vieler bösartiger Erkrankungen heute wesentlich günstiger ist als noch vor zehn Jahren. Einen wesentlichen Beitrag hierzu hat auch die bessere Vorsorge geleistet, die bei der Bekämpfung der Krebserkrankung einen wesentlichen Stellenwert eingenommen hat.

Dennoch kommt es in Deutschland weiterhin, z.B. beim Darmkrebs, zu ca. 70.000 Neuerkrankungen. Damit ist der Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung. Obwohl die Sterblichkeit seit Mitte der 70er-Jahre kontinuierlich abgenommen hat, ist Darmkrebs weiterhin die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache hierzulande.

Am St. Vinzenz-Krankenhaus in Hanau als Mitglied des Onkologischen Zentrums Main-Kinzig erfolgt die Behandlung von Krebspatienten interdisziplinär nach modernsten Qualitätskriterien und Behandlungspfaden gemäß den Leitlinienempfehlungen der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG). Hierbei steht der Mensch gemäß unseres Leitbilds des hl. Vinzenz von Paul „Liebe sei Tat“ im
Mittelpunkt jeglichen medizinischen Handelns.

Unsere spezialisierten Fachärzte kooperieren eng miteinander, um die schnellstmögliche und beste Therapie für die Patienten zu gewährleisten. Durch die enge Zusammenarbeit und die kurzen Wege im St. Vinzenz-Krankenhaus wird jeder Patient individuell und persönlich im Rahmen der Behandlung begleitet. Die intensive Zusammenarbeit erfolgt nicht nur zwischen Ärzten sondern auch mit dem
Pflegepersonal, Ernährungsberatern, Physiotherapeuten, einem psychologisch-onkologischen Dienst, Stomatherapeuten und vielen weiteren Mitarbeitern im Hause. Das geschieht auf der Ebene der Vorsorge, der Prävention, der Diagnostik sowie der Therapie und Nachsorge.

Neben den Fachabteilungen der Klinik sind zahlreiche externe Kooperationspartner in die Behandlung von Krebspatienten angeschlossen.

Prävention und Vorsorge

Die beste Behandlung ist bekanntlich die Vorbeugung. Durch eine gesunde Lebensweise mit regelmäßiger körperlicher Aktivität und gesunder vitaminreicher Ernährung kann das Risiko, an Krebs zu erkranken – insbesondere Darmkrebs – deutlich gesenkt werden. In den meisten Fällen entwickelt sich Krebs im Magen-Darm-Trakt in zunächst gutartigen Vorstufen, die erst nach Jahren in einen bösartigen Tumor übergehen. Durch bestimmte Untersuchungen, z.B. Stuhltest (Haemoculttest) kann der mögliche Nachweis von Blut bereits ein indirekter Hinweis auf eine Krebserkrankung sein. Als eine der wirkungsvollsten Vorsorgeuntersuchungen hat sich die Magen- bzw. Darmspiegelung etabliert um ggf. solche Vorstufen von Krebs zu erkennen und auch behandeln zu können. Nicht selten können bereits Vorstufen von Krebs durch eine sogenannte Endoskopie (Darmspiegelung) vollständig entfernt werden.

Diagnostik

Die primäre Diagnostik der meisten Tumore im Magen-Darmtrakt erfolgt über eine sogenannte Magen- oder Darmspiegelung, die nicht nur in einer Klinik sondern auch bei niedergelassenen Fachärzten (Gastroenterologen) durchgeführt werden kann.

Wird der Verdacht auf einen Tumor im Magen-/Darmtrakt geäußert, so wird eine Gewebeprobe an einen Pathologen geschickt, der die Diagnose mittels Mikroskop und diversen anderen Untersuchungen erhärten oder gegen andere Krankheiten abgrenzen kann. Wenn sich der Verdacht auf eine bösartige Erkrankung im Magen-Darmtrakt bestätigt, ist häufig eine weiterführende Ausbreitungsdiagnostik notwendig. Hierbei spielen der Ultraschall (auch die Endosonographie und kontrastverstärkte Sonographie) und moderne radiologische Schnittbildverfahren (Computertomographie und Kernspintomographie) eine wichtige Rolle. Diese Untersuchungen werden in der Regel ambulant durchgeführt. Bei komplexen Fragestellungen ist aber durchaus ein kurzer stationärer Aufenthalt möglich.

Operative Therapien

Eine Vielzahl von bösartigen Erkrankungen des Magen-Darmtrakts müssen trotz der modernen Vorsorge und endoskopischer Therapieoptionen dennoch operiert werden. Die chirurgische Tumorresektion spielt hierbei weiterhin eine herausragende Rolle. So können auch fortgeschrittene Tumorstadien mit einzelnen Streuherden, z.B. in die Leber, nicht selten mit dem Ansatz einer Heilung operiert werden.
Auf den Stationen erfolgt dann vor und nach der Operation die individuelle Betreuung durch qualifiziertes Pflegepersonal.

Chemotherapie und Bestrahlung

Für manche Tumorstadien konnte gezeigt werden, dass durch eine medikamentöse Therapie, die sogenannte Chemotherapie, je nach Lokalisation des Tumors auch in Verbindung mit einer Bestrahlung, die Heilungschancen deutlich verbessert werden können. Für die Durchführung der Behandlung besteht eine enge Kooperation mit der Onkologischen Schwerpunktpraxis Hanau (Dres. med. Florian Fauth, Yvonne Luft, Heribert Geis) und dem Institut für Radioonkologie und Strahlentherapie am Klinikum Hanau (Direktor Prof. Dr. med. Dietmar Zierhut).

Wenn die Tumorausbreitung bereits mehrere Organe betroffen hat, kann auch eine alleinige Chemotherapie sinnvoll sein.

Tumorkonferenz

Jeder Patient mit einer Krebserkrankung wird in einer wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt, in der alle dem Onkologischen Zentrum Main-Kinzig zugehörigen Fachabteilungen teilnehmen. Hierzu zählen u.a. die Onkologische Schwerpunktpraxis Hanau, die Belegabteilung Hämatologie/Onkologie und Palliativmedizin am St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau,
das MVZ für Pathologie Frankfurt am Main Optipath, das Institut für Radioonkologie und Strahlentherapie (Prof. Dr. med. D. Zierhut) und das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Klinikum Hanau (Chefarzt Prof. Dr. C. Bangard).

Auch steht die wöchentliche Tumorkonferenz für alle interessierten Fach- und Hausärzte offen. In den Tumorkonferenzen werden alle wichtigen Befunde direkt demonstriert und diskutiert. Für jeden Patienten kann ein entsprechend individuelles Therapiekonzept festgelegt werden. Bei geeigneten Patienten wird die Teilnahme an großen, in mehreren Zentren gleichzeitig durchgeführten Therapiestudien angeboten, bei denen aussichtsreiche neue Therapiekonzepte eingesetzt werden.

Begleitende Behandlungsmaßnahmen

Gemäß dem Leitbild des hl. Vinzenz von Paul steht bei uns der gesamte Mensch im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Entsprechend gehört auch ein großes Angebot an psychologischer und seelsorgerischer Unterstützung zu unserem umfassenden Therapiekonzept.

Ein wesentlicher Bestandteil einer umfangreichen Behandlung liegt in einer konsequenten Nachsorge. Nicht selten sind auch weiterführende Therapien, z.B. eine Chemotherapie, für eine erfolgreiche Erstbehandlung notwendig. Bei der Nachsorge steht unseren Patientinnen und Patienten ein individuell abgestimmtes Betreuungskonzept zur Seite, bestehend aus Ärzten, Pflegepersonal, Ernährungstherapeuten, Physiotherapeuten, Stromatherapeuten und Sozialdienstmitarbeiter zur Verfügung.

Patienten mit dem Verdacht auf eine Tumorerkrankung oder einer manifesten Tumorerkrankung, die sich wegen einer spezifischen Behandlung an uns wenden, können sich gerne im Sekretariat der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie anmelden.

Es folgt eine Sichtung der Befunde, Prüfung der Behandlungsoption sowie Beratung und die anschließende Erstellung eines Diagnose- und Therapieplans in unserem Tumorboard. Gegebenenfalls erfolgt die Koordination an eine spezialisierte Abteilung im St. Vinzenz-Krankenhaus oder an kooperativen Zentren.

Erkrankungen der Schilddrüse

Die Schilddrüse (Glandula Thyroidea) ist eine der wichtigsten Drüsen unseres Körpers, da ihre Hormone viele Stoffwechselvorgänge des Körpers regeln. Ihre beiden Lappen können sowohl durch einzelne knotige als auch durch generelle Veränderungen des gesamten Drüsengewebes befallen werden. Somit ist eines der häufigsten endokrinen Erkrankungen, die durch eine Operation zu behandeln sind,
die Knotenbildung in einem der beiden Schilddrüsenlappen und seltener gutartiger Veränderungen in einer der Nebenschilddrüsen. Auch eine starke Vergrößerung der Schilddrüse mit mechanischen Problemen oder funktionellen Störungen, wie z.B. der Autonomie (unkontrollierte Hormonbildung) oder eine Autoimmunerkrankung (z.B. der Morbus Basedow) können eine Operation notwendig
machen.

Bösartige Erkrankungen der Schilddrüse sind selten, bedürfen aber einer besonderen Behandlungsstrategie, gelegentlich ist die zusätzliche Entfernung von regionalen Lymphknoten erforderlich.

Diagnostik und operative Therapie von Schilddrüsenerkrankungen

Vor der Operation ist eine sorgfältige Diagnostik notwendig, um Ursachen und Ausmaß der Erkrankung feststellen zu können. Zur Festlegung eines individuellen Behandlungskonzeptes ist die Zusammenarbeit mit behandelnden Internisten bzw. Nuklearmedizinern erforderlich. So bieten wir im Rahmen der Kooperation mit der Nuklearmedizinischen Praxis Hanau regelmäßig interdisziplinäre Sprechstunden an.

In der Regel sind zu diesem Zeitpunkt die wesentlichen Untersuchungen für eine Operation bereits erfolgt und wir können die geplante Operation in einem chirurgischen Aufklärungsgespräch im Detail erläutern.

Zur Beurteilung der Stimmbandnervenfunktion ist vor jeder Operation an der Schilddrüse und den Nebenschilddrüsenkörperchen eine HNO-ärztliche Untersuchung erforderlich.

Die Operation selber erfolgt durch ein spezialisiertes Team mit standardisierten technischen Hilfsmitteln wie z.B. Vergrößerungsbrillen, einem intraoperativen routinemäßigen Einsatz eines Neuromonitorings, bei dem die Funktion der Stimmbandnerven im Verlauf der Operation überwacht und am Ende dokumentiert werden. Falls notwendig, ist jederzeit auch eine feingewebliche Untersuchung noch während der Operation (sogenannte Schnellschnittuntersuchungen) möglich, um das Ausmaß der Operation individuell intraoperativ festlegen zu können.

Nachsorge nach einer Operation an der Schilddrüse

Der stationäre Aufenthalt dauert in der Regel nicht länger als zwei Tage. Nach jeder Operation ist bis zum Vorliegen des feingeweblichen Untersuchungsergebnisses die evtl. vorhandene Schilddrüsenmedikation zu pausieren. Auch die weitere Behandlung erfolgt in der Regel in enger Zusammenarbeit mit der nuklearmedizinischen Praxis.

Um ein sehr gutes kosmetisches Ergebnis zu erreichen, wird die Wunde durch schonendes Nahtmaterial oder Wundbehandlungstechniken versorgt. Somit entfällt häufig das postoperative Entfernen der Fäden und es entstehen selten körperliche Einschränkungen, so dass jeder Patient zeitnah wieder alle Aktivitäten des täglichen Lebens ausüben kann.

Mit zunehmendem Alter leiden viele Männer und Frauen unter Problemen von sogenannter Harn- und Stuhlinkontinenz (= unwillkürlicher Verlust der Blasen- und Darmfunktion). Aber auch das gegenteilige Phänomen, die „chronische Verstopfung“ ist ein weiteres häufig anzutreffendes Problem. Beide Themen sind mit einem Tabu belegt, daher scheuen sich Patienten Hilfe zu diesen Themen zu suchen und in Anspruch zu nehmen. Das Kontinenzzentrum Hanau ist eine Einrichtung, die sich fachübergreifend mit Inkontinenzproblemen und mit chronischen Darmentleerungsstörungen befasst und als Anlaufstelle für Diagnostik und Behandlung dient. Die vielfältigen Ursachen und Behandlungsmethoden machen eine fachübergreifende Zusammenarbeit notwendig. So beschäftigen sich Chirurgen, Frauenärzte, Urologen und Neurologen mit diesem Thema. Auch die physiotherapeutischen Übungsbehandlungen und verhaltenstherapeutischen Behandlungsansätze haben neben den operativen Methoden eine große Bedeutung, um die beste auf jeden Patienten zugeschnittene Therapie zu finden. Durch eine Vernetzung aller Disziplinen wird eine ganzheitliche Behandlung sichergestellt.

Besprechen Sie sich mit Ihrem Fach- oder Hausarzt über die Vorgehensweise. Er wird Ihre Probleme beurteilen und Sie je nach Problemlage an die angegebenen Ansprechpartner überweisen:

St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau

Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie
Chefarzt Dr. med. Lars Brinkmann

Termine nach Vereinbarung
Sekretariat:
Telefon: 06181 / 272-331
Telefax: 06181 / 272-631
E-mail: sek.ch@vinzenz-hanau.de

Leistungsangebote:

  • Diagnostik und Behandlung von Senkungs- , Inkontinenz- und „Stuhlentleerungsproblemen“ bei Männern und Frauen
  • Coloproktologische Diagnostik
  • Rectaler Ultraschall
  • Dynamische Defäkographie
  • Beratung über konservative, medikamentöse und moderne minimal invasive operative Behandlungsmöglichkeiten (z.B. S.T.A.R.R. = stapeld transanal rectum resection bei obstruktivem Defäkations-Syndrom)

Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe
Chefarzt Prof. Dr. med. Georg-Friedrich von Tempelhoff

Sprechstunde Urogynäkologie
Oberarzt Thomas Lademann
Mittwoch 10:00 – 12:00 Uhr (Urodynamik)
Mittwoch 14:00 – 16:00 Uhr (Beratung)

Anmeldung über das gynäkologische Sekretariat
Telefon: 06181 / 272 – 371
Telefax: 06181 / 272 – 632
E-mail: gynaekologie@vinzenz-hanau.de

Leistungsangebote:

  • Diagnostik und Behandlung der Senkungs-und Inkontinenzprobleme von Frauen
  • Urodynamischer Messplatz
  • Ultraschalldiagnostik des Beckenbodens
  • Beratung über konservative und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten, Übungsbehandlung wie ganzheitliches Beckenbodentraining, moderne Eingriffe mit den minimal invasiven Band- und Netztechniken TVT exact („Tension Free Vaginal Tape“) und deren Abwandlungen wie TVT-O Abbrevo

Urologische Praxisgemeinschaft
Dres. med. Kiani und Rech

Am Frankfurter Tor 19
63450 Hanau
Telefon: 06181 / 507 00 – 10

PhysioMed am St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau

Am Frankfurter Tor 25
63450 Hanau
Telefon: 06181 / 272-430

Leistungsangebote:

  • Beckenbodentraining – regelmäßige Kurse

Ärztliches Team

Chefarzt:
Dr. med. Lars Brinkmann
Facharzt für Chirurgie
Facharzt für Viszeralchirurgie

Ltd. Oberarzt
Dipl.-med. Jörg Bollmann, Facharzt für Chirurgie

Oberärzte:
Annette Eppel, Fachärztin für Chirurgie
Dr. med. Markus Sütterlin, Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Viszeralchirurgie, Proktologie

Assistenzärzte:

Cristian Jumatate, Facharzt für Allgemeinchirurgie, Funktionsoberarzt
Dounia Katbach, Ärztin
Mohamed Najjar, Arzt
Finn Rampoldt, Arzt

Online Gesundheitsecke

Darmkrebs – frühzeitig erkennen, behandeln und heilen

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Diäten und ihre Grenzen bis hin zur Adipositaschirurgie

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Leistenbrüche, Bauchwandbrüche und Zwerchfellbruch

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Proktologie Erkrankungen des Enddarms

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Wenn der Unterbauch zwickt

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Dr. med. Lars Brinkmann

Chefarzt Abteilung Allgemein-,
Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie

Kontakt/Terminvereinbarung und Indikationssprechstunden

Sekretariat – Abteilung Allgemein-, Viszeral- und Minimal-invasive Chirurgie

Pia Gomez
Telefon: 06181 / 272-331
Fax: 06181 / 272-631
E-Mail: sek.ch@vinzenz-hanau.de

Privatsprechstunden Chefarzt
Dr. med. Lars Brinkmann nach individueller Vereinbarung.

Unsere allgemein- und viszeralchirurgischen Indikationssprechstunden finden täglich nach telefonischer Vereinbarung statt, zusätzlich werden Sprechzeiten für Schwerpunkte der Allgemein- und Viszeralchirurgie angeboten.