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Vortrag: Gelenkserhaltende Technik am Kniegelenk vs. Gelenkersatz

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Vortrag Gelenkserhaltende Technik am Kniegelenk vs. Gelenkersatz

Kniearthrosen stellen nach der Volkskrankheit Nr. 1 - der degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule - neben der Hüftarthrose eine der häufigsten orthopädischen Krankheitsbilder dar.

Als Ursachen kommen hierbei neben einer Verletzungsfolge vor allem Übergewicht, erhöhtes Cholesterin, Schuppenflechte wie auch Bandinstabilitäten als wesentliche Faktoren in Betracht. Abhängig von dem damit verbundenen Schweregrad der Arthrose stehen sowohl länger bewährte, aber auch neuere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Hierbei stellt bei nicht mehr konservativ therapiebaren, also schwereren, behandlungsbedürftigen Knorpelschäden, nicht nur der Gelenkersatz die notwendige Lösung dar, es gibt hier vielmehr schon länger eine ganze Reihe von Knorpelbehandlungsverfahren wie z.B. das Ankörnen der Knorpeldefektzone (Microfracturing), bedarfsweise gedeckt mit biologisch bearbeitetem
Oberflächenersatz für jüngere Lebensjahre, auch die Knorpelanzüchtung oder die Knorpel-Knochen-Zylindertransplantation. Bei entsprechenden Achsveränderungen zudem eine Achsbegradigung (Umstellungsosteotomie).

In letzter Zeit sind eine Reihe anderer Verfahren hinzugetreten, die ohne zusätzliche operative Läsionen am benachbarten Knorpel auskommen, so dass ein erfahrener Knorpelspezialist
aus der Reihe der Behandlungsoptionen eine auf den Patienten zugeschnittene Therapie anwenden sollte. Im Falle einer nicht zu starken Achsabweichung wie auch einer Bandstabilität können zwischen dem biologischen Alter von 18 – 50 Jahren umschriebene Knorpeldefekte mit einem flüssigen, zellfreien Kollagenimplantat ausgefüllt werden. Handelt es sich bei diesen Implantaten lediglich um einezellfreie Matrix so wird bei einem anderen Verfahren, welches auch in weit höherem Alter bei umschriebenen Defekten seine Anwendung findet, die bewährte Eigenschaft der Medizintechnik wie auch die Vorteile dieser zuvor genannten Biometerialien genutzt, um die Oberfläche wieder herzustellen.

Derartige Kombinationspräparate sind eine Titanlegierung, verbunden mit einem Kunststoff (Polyäthylen wie auch Hyaluronsäure), die neben der vollständigen Defektauffüllung
auch durch diese Kombination eine ideale Gleiteigenschaft hervorrufen. Diese beiden Verfahren sind sowohl arthroskopisch oder durch eine kurze minimal-invasive Operation durchführbar. Derartige umschriebene Teilersatzimplantate können auch mittlerweile nach Computerplanung für die individuelle Defektgröße hergestellt werden. Besteht sogar schon ein einseitiger breitflächigerer Knorpelschaden, z.B. an der innenseitigen Kniegelenkskante, so können auch hier - vorausgesetzt die anderen Kniegelenksanteile sind noch intakt - durch eine außerhalb des
Kniegelenkes eingezogene Entlastungsfeder der lokale Knorpelschmerz ebenfalls, zumindest über Jahre, erheblich minimiert werden.

Erst wenn diese sowohl konservativen wie auch operativen Maßnahmen mittelfristig aufgrund der Arthroseschwere nicht mehr greifen, ist dann der Kniegelenksersatz erforderlich. Entscheidend für den langfristigen Erfolg eines derartigen Kniegelenkersatzes sind hierbei neben dem Prothesendesign eine allseits stabile Bandführung mit individuell durchgehend straffen Seitenbändern, als auch die Schonung des Streckapparates.

Chefarzt Dr. med. Wolfgang Ditzen wird in seinem Vortrag sowohl das Bewährte wie auch Neuerungen bzgl. des behandlungsbedürftigen Knorpelschadens ausführlich vorstellen.

Der Vortrag findet am Dienstag, 12. Juni 2018 um 18:00 Uhr im Schwester Maria Theresia-Saal, Sternbau/4. OG, Am Frankfurter Tor 19/Eingang Sternstraße, statt.

Referent: Chefarzt Dr. med. Wolfgang Ditzen
Abteilung: Zentrum für Gelenkchirurgie

Interessierte Besucher sind herzlich eingeladen sich zu informieren und ihre Fragen zu stellen.